5. August, 2009
Gestern bin ich mit meiner Freundin aus Italien zurückgekommen. Innerhalb von 6 Tagen haben wir uns Florenz, Siena, Venedig und Pisa angeguckt. Wir haben eine Menge gesehen und es war insgesamt ein toller Urlaub. Trotzdem muss ich auch mal was anderes loswerden. Italiener scheinen eine Abzockermentalität zu haben. Mir ist bewusst, dass Urlaub nicht günstig ist. Das erwarte ich auch nicht, aber teilweise ist es schon echt dreist. Mal ein paar Beispiele.
- Während ich in Deutschland keine Kirche kenne die Eintritt kostet, gibt es in Italien genug davon
- Der Eintritt von Glockentürmen verhältt sich scheinbar anitproportional zu ihrer Größe. Der schiefe Turm von Pisa (57m) kostet nur schlappe 15 €. Von dem Geld sind wir dann lieber Essen gegangen
- Apropos Essen. Die Pizzapreise gehen noch, aber Vorspeisen etc. sind teilweise doch sehr happig. Ich zitiere Alfred der “für 18 € Tomate-Mozarella” hatte. So teuer haben wir es nicht gesehen aber wundern würds mich nicht. Zusätzlich kommt ja noch bei jedem Besuch die Servicepauschale (Coperto) pro Person dazu. Das sind zwischen 1 € und 2,5 €. Noch besser. Wenn das prozentual angerechnet wird. Also z.b. einfach mal 15 % Aufschlag. Trinkgeld wird natürlich auch noch erwartet.
- Wir haben uns dann meistens selber verpflegt. Und wo kauft man das? Im Supermarkt natürlich. Gut wenn man denn einen findet. Die scheinen nämlich mit Absicht sehr gut vor Touristen versteckt zu werden. Während in Florenz sich ein Modegeschäft an das andere reiht, gibt es nicht einen richtigen Supermarkt, sondern nur kleine Geschäfte wo man für eine Flasche Wasser mal locker 2 € zahlt. Das liegt sicher nicht daran, dass sich ein Penny dort nicht lohnen würde, sondern dass man damit die Grundlage vieler anderer Händler nehmen würde. Wir haben gottseidank zwei in Nähe unserer Hostel gehabt, in Venedig zufällig auch einen gefunden, der ebenfalls gut getarnt war
- Fortbewegung war dagegen größtenteils annehmbar. Busse mit 1 € sehr günstig, Zugfahrten gingen auch. Boote in Venedig zum Fortbewegen sind dagegen wieder teuer. Eine Stunde Fahrt 6,80 €. Das beste dabei. Die Einwohner haben einen Fotoausweis mit dem sie für 1,10 € fahren. Und nun sag mal einer das wäre keine Toruiabzocke.
- Die teuerste “Fortbewegung” ist aber noch per Gondel. Für mikrige 100 € kann man sich 40 Minuten durch die Gegend fahren lassen. Haben wir uns dann auch gespart und wenn man die Gondeln so gesehen hat, hat man da auch nicht viel von. Oft Stau und gelangweilte Gondoliere
- In Cafes ist es übrigens so, dass man an der Bar die Getränke günstiger bekommt als an einem Sitzplatz. Man nimmt ja den Service nicht in Anspruch und ist schneller wieder weg. Wir haben dann immer mal wieder einen Espresso getrunken (maximal 1 €). Unnötig eigentlich zu sagen, dass man natürlich des Öfteren versucht hat uns an einen Tisch zu schicken.
- Vergünstigungen für Studenten haben wir nicht einmal gesehen. Das einzige Mal haben wir gespart, weil wir noch unter 26 sind und das war in den Uffizien. Sonst gab es nie Ermäßigungen
Man könnte sicherlich noch Kleinigkeiten aufzählen, aber ich finde das zeigt die Mentalität schon ganz gut. Wobei man zweierlei Gründe dafür anführen muss. Zum Einen gibt es genug die es trotzdem zahlen und zum Anderen würde man es selber wohl nicht unbedingt anders machen. Außerdem sind andere Städte sicher auch nicht besser. Wobei ich jetzt für Deutschland nicht so extreme Beispiele kennen würde.
Aber trotz der fliegenden Händler, der hohen Diebstahlrate, dem nervigen ansprechen wegen Essen und irgendwelchem Kitsch, war es eine tolle Sache. Florenz und Venedig sind wunderschöne Städte die man sich mal ansehen sollte. Pisa ist langweilig und hat kein Flair. Das einzige ist halt der Turm.
Meine nächsten Urlaube, wenn ich mal wieder Zeit und Geld habe, werden aber erstmal nicht mehr nach Italien führen. Gibt noch zu viele andere schöne Ecken der Welt die ich zuerst sehen will: Kanada, China, Japan, USA, Südamerika, Barcelona …
15. April, 2008
Am vergangenen Wochenende fand in Weeze (nähe Essen/Krefeld) der Strongmanrun statt. 16 Km über alte Munitionsbunker, durch Matsch, Wasserlöcher, über Reifenberge, durch Betonröhren, Heuballen usw.. Und was wir, das Team “White Sensation” aus Lübeck (Jan, Christian, Otte und ich) erlebten war ein total verkorkstes Wochenende.
Am Samstag um kurz nach 9 gings mit dem Zug los. Erstmal wurde im Zug gebruncht und als wir dann auf das Abendessen zu sprechen kamen kam der Rückschlag. Otte hatte den Topf vergessen. Aber wie sich herausstellen sollte war das noch das geringste Problem an diesem Wochenende. Die Fahrt verlief bis Weeze Hbf. erstaunlich gut. Als der Zug dann gerade weiterfuhr stellte Jan fest, dass er seinen Schlafsack im Zug vergessen hatte. Nach einem Telefonat war das aber geklärt und wir warteten auf den Zug, der bei der nächsten Station sowies umkehrte. In der eit konnte Otte dann auch einen schönen neuen Topf für die Nudeln am Abend kaufen.
Weiter gings mit dem Bus zum Airport Weeze. Dort angekommen waren die anderen Teilnehmer auch erstmal ratlos und der Busfahrer wusste auch nicht wie wir weiterkommen. Ein Anruf bei der Strongmanrun-Hotlin klärte das Problem. Shuttle-Service am Samstag? Pustekuchen. Laufen? Das aären locker 10 km mit schwerem Gepäck. Dann lieber mit alle Mann ein Taxi zum Gelände. Dort angekommen erstmal in den Hangar Schlafplatz klarmachen. Dank “perfekter” Organisation musste das arme Schwein am Hangareingang auf einer Excelliste mit über 400 Einträgen jede Person SUCHEN, weil die nicht auf die glorreiche Idee kamen die Liste zu sortieren. Peinlich.
Danach gings zur Streckenbesichtigung und die erste Vorfreude kam endlich auf. Die Party mit den Bands war dann wieder recht peinlich. Zum einen waren das nicht unbedingt stimmungsvolle Lieder sondern teilweise Balladen und Schnulzen. Zum anderen war ja kaum jemand da. Die Paar Leute die am Samstag anreisten und dort schliefen und ein paar verirrte Leute aus der Umgebung. Wie sollte man auch hinkommen ohne Schuttle-Service. Das Gelände war mitten im nirgendwo. Somit legten wir uns wie viele andere früh schlafen. Die Nacht war ganz angenehm. Teilweise etwas kalt und das Lich hätten sie auch ruhig ausmachen können.
Morgens war dann Frühstück zu günstigen Preisen angekündigt. 1,5 € für ein belegtes Brötchen sowie 2 € für Kaffee fanden wir aber nicht gerade günstig. Tee und andere Getränke gabs gar nicht erst. Somit versorgte wir uns mit den Resten des Vortages. Der Vormittag wurden dann irgendwie vertrödelt und sich dann fertig gemacht. Das hiess schöne weisse UNterwäsche anziehen. Damit waren wir der Hingucker. Man pfiff uns hinterher, lachte über uns (zu Recht
). und jubelte uns an. Viele machten Fotos, Jan wurde für einen Internetfernsehsender interviewt und Jan und ich waren noch auf der Hauptbühen zum Radiointerview. Dabei gab es genug andere die auch sehr coole Verkleidungen hatten, aber wir fielen durch das weiss halt sehr auf. Der Start wurde dann aufgrund absoluten Staus und Unfähigkeit der Parkplatzanweiser 2 mal verschoben und fand eine halbe Stunde später statt, was natürlich total scheisse war weil man wieder auskkühlte nach dem warmmachen, da das Wetter nicht das wärmste war.
Der Lauf verlief anfangs ganz gut. Es gab zwar kleinere Wartezeiten an Hindernissen, aber das ist kaum zu verhindern. Ein Hindernis wurde dann noch gesperrt, weil es zu gefährlich sein sollte meinten wohl die Sanis. Kurz vor Ende der 1. Runde verletzte Jan sich dann und ich musste ihn alleine zurücklassen und alleine weiterlaufen. Nach 1:44 Stunden und mit Platz 483. kam ich ins Ziel. Bei 5000 Läufern ein sehr zufridenstellendes Ergebnis.
Ich duschte mich dann und machte mich auf die Suche nach Jan aber der war erstmal nicht auffindbar. Nachdem auch Christian und Otte im Ziel war ging die Suche weiter. Aber die Sanis wussten nicht, ob er da war, weil kein Protokoll vorhanden war, noch in welches Krankenhaus die Verletzten gebracht werden. Sie hätten es uns aber auch nicht gesagt, da wir ja keine Verwandten sind. Somit standen wir nun da fertig zum Abreisen aber keine Ahnung wo der 4. Mann ist. Irgendwann kam dann doch die Info, dass er wohl im Krankenhaus in Goch ist. Die Orgas vom Strongmanrun hatten natürlich keinerlei Telefonnummern von Taxiunterhemen oder Krankenhäuser. Die Auskunft erzählte dann dass es 3 Krankenhäuser gebe, aber bei denen gabs auch keine neuen Erkentnisse. Nach einer Stunde vergeblichen Suchens tauchte Jan dann plötzlich wieder auf. Er wurde ins Krankenhaus gebracht mit einem anderen Pechvogel. Dessen Frau hat Jan freundlicherweise wieder zum Gelände gebracht. Denn ohne Handy, Geld, Shuttle und unseren Nummern hätte er es ja auch nicht geschafft zum Gelände zu kommen. Das war ein Glück.
Dann gings auf zum Bahnhof und 2 Stunden später als geplant zurück. Leider wussten wir schon, dass wir soe nicht nach Lübeck kommen würden mit dem Wochenendticket. Alle Anrufe, ob uns jemand in Uelzen abholte oder ob es Alternativen gäbe blieben erfolglos. Gottseidank erfuhren wir noch, dass man in Uelzen nachts nicht auf dem Bahnhof bleiben kann und schlugen und somit nach Bremen dort, um dort die Nach zu verbringen. Morgens dann gleich den ersten Zug mit Niedersachsenticket genommen. Aber halt. Das geht erst ab 9 Uhr. Das fiel uns aber erst wieder im Zug ein, so dass wir nachlösen mussten. Netterweise bekamen wir das Geld für das Ticket erstattet. Um 8 Uhr morgens kamen wir dann in Lübeck an. Doppelt so teuer wie geplant, 8 Stunden später als gewollt und total kaputt.
Fazit: Der Strongmanrun war nicht der stärkste Lauf aller Zeiten. Es war eher der schlechtsorganisierteste Lauf.
2. November, 2006
Habe gerade mal meine Handyspeicherkarte eingelegt und noch einige lustige und kuriose Fotos gefunden, die ich die nächsten Tage mal nach und nach online stelle. Hier das erste aus Madrid.
Als wir abends durch die Gegend liefen sahen wir einen Menschenhaufen um einen Container rumstehen. Ansäßige Modeboutiquen hatten wohl einige ihrer alten Ladenhüter entsorgt. Wir haben es un natürlich nicht nehmen lassen da auch mal reinzugucken. Da war auch allesmögliche andere an Schrott drin und das rechts zu sehende Fläschen mit Valium-Tabletten. Wir wurden dann noch von einem Spanier angesprochen, der wohl Angst hatte, dass wir uns die gleich reinschmeissen. Er warnte und davor und wollte uns erklären, was das ist. Wir haben ihm dann erklärt, dass wir nicht so blöd sind
. Wir haben das Fläschen dann im nächsten Mülleimer versenkt, damit nicht wirklich irgendein Hippie, Junkie oder kleines Kind sich das Zeug einwirft.
14. October, 2006
Nun bin ich ja schon ein paar Tage wieder in deutschen Landen und hier mal ne kleine Auflistung, was in Spanien total anders läuft als hier.
- Selbst bei hohen Temperaturen laufen Männer in Spanien nur mit langen Hosen rum. Die einzigen, die mit kurzer Hose rumlaufen sind Sportler und Touristen, wodurch diese noch leichter zu erkennen sind als eh schon an den baumelnden Kameras.
- Wo man eine Schlange bilden kann, wird eine gebildet und vorbildlich eingehalten. So auch an Bushaltestellen, wo streng nach der Wartezeit eingestiegen wird
- Auch in Spanien, wie schon in anderen Ländern, gibt es nur sehr fettreduzierte Milch und kein dunkles festes Brot. Nur dieses trübe Wasser (aber immerhin noch besser als in Tschechien) und Pappbrot auf Dauer würd ich nicht aushalten.
- Mittag um 15 Uhr und Abendessen um 22 Uhr ist ganz normal. Dafür steht man ja auch erst spät auf und geht spät ins Bett. Aber man hat sich schnell dran gewöhnt und gerade bei den schönen Temperaturen ist abends in einer Tapasbar sitzen einfach herrlich
- Spanier sind ein sehr nettes Volk, wenn man nicht gerade an einen Touristenort geht, wo sie einen abzocken wollen. Aber ansonsten sehr gastfreundlich und freundlich. Dazu noch absolut entspannt und nicht gehetzt. Irgendwie scheinen sowieso alle Völker freundlicher zu sein, als die Deutschen.
Auf jeden Fall ist das Leben in Spanien sehr entspannend und mal was anderes. Das ganze Flair in Madrid ist auch toll, besonders, wenn man jemanden dabei hat, der spanisch kann. So wird man noch besser behandelt
.
4. August, 2006
… vor allem für faule Leute. Wer geht denn heutzutage noch ins Reisebüro? Gerade eben meinen Flug nach Madrid online gebucht. Vor ein paar Tagen Flug und Hotel für Stockholm gebucht. Da spart man sogar noch Geld, da man das günstigste Angebot raussuchen kann.
Aber das ist noch nicht alles. Gleich mal mit GoogleEarth das Reiseziel angeschaut. Nebenbei geguckt wo das Hotel liegt und welche Bushaltestelle am nächsten dran liegt. Restaurants in der Nähe kann man auch schonmal suchen. Das Hotel liegt übrigens in der Einflugschneise eines Flughafens. Dann weiss man auch gleich warum ein Hotel mit Saune und allem drum und dran nur 2 Sterne hat und so günstig ist. Ist aber nur ein kleienr FLughafen wo ein paar Flieger am Tag starten und ich bin eh nur zum Schlafen da.
Meine Bahntickets werde ich dann mit gegebener Zeit auch online bestellen und ausdrucken. Wie faul man durchs Internet wird ist einfach unfassbar. Wann kann man seine Reise wohl endlich komplett im Internet machen? Dann spart man sich das lästige Fliegen und Rumlaufen.