8. May, 2006
Dieser Beitrag ist Max gewidmet, der mir am Wochenende sagte, meine Blog-Einträge wären immer so kurz. Deshalb werde ich heute mal meine Erlebnisse der letzen Tage zum Besten geben.
Es fing am wunderschön sonnigen Freitag an. 6 Stunden Zugfahrt vor mir. Was wünscht man sich mehr? Naja, aber 6 Stunden war ja nur die angebliche Fahrzeit. DIe Bahn wäre nicht die Bahn, wenn sie mir meine Zugfahrt möglichst zumindetsnes etwas vermiesst. Diesmal war es aber eigentlich nicht die Bahn sondern “Personen im Gleis” was von spielenden Kindern über Betrunkene bis hin zu Selbstmördern wohl alles heissen kann. Das mit den Seöbstmödern erinnert mich übrigens an eine Unterhaltung die ich mal mithörte als selbiger sich zwischen Bremen und Hamburg auf die Gleise geworfen hatte. Dort hiess es man müsse einen Gewissen Prozentanteil der “Überreste” finden, um die Person für tot zu erklären. Toller Job oder? Matsche von den Gleisen kratzen?
Also in Hamburg war so zumindestens das blanke Chaos. Sämtliche Züge in Richtung Westen oder Süden, die über Harburg müssen hatten von 30-60 Minuten Verspätung. Mein Zug kam aber noch mit 20 Minuten davon, weil ich sowieso ne Stunde Auffenthalt in Hamburg hatte.
Die Zugfahrt war dann im klimatisierten ICE umso angenehmer. Der Rest des Tages war dann nichts besonderes mehr.
Samstag gings dann auf in die “wunderschöne” Stadt Bonn. Am Bahnhof gibt es das “Bonner Loch” und das heisst nicht per Zufall so. Aber die Parkanlagen sind schon schick auch wenn ich ein Verbot für dicke Leute in engen Klamotten begrüßen würde. Die hielten sich aber überall auf und halten sich anscheinend wirklich für hübsch. Schlimm ist dann noch, wenn diese engen Leggins zusätzlich noch unmögliche Muster und Farben haben. Aber es gibt ja auch die schönen Seiten am Sommer. Ich hatte mich schon mit David drüber gewundert, wo im SOmmer auf einmal die ganzen schönen Frauen herkommen. Als wenn die sich im Winter verstecken würden.
Was einem auch enorm aufn Sack gehen kann, sind Werbefuzzis. Da wäre der nette Rico (“Ich darf euch doch noch dutzen? Ich bin der Rico.”). DANKE Rico. Interessiert mich nicht. Das hielt ihn aber nicht ab uns passiv als Raubkopierer zu beschimpfen und uns nen Katalog vom VideoRing anschwatzen zu wollen. Er kenn übrigens Lübeck. “Das ist doch bei Travemünde. Timmendorfer Strand ist geil, ej.”. Ich reagier auf sowas gar nicht und dann sind wir ihn doch noch losgeworden. Aber hinter dem nächsten Pfeiler warteten schon die nächsten, aber mit einer gekonnten Hechtrolle entwichen wir ihnen und machten ab nun große Bögen um die Laberfritzen. Aber Tobias hat eigentlich nichts gegen die Typen. Wenn die ihm was schenken, nimmt er alles auf sich und so kriegten wir nen Kugelschreiber und eine aufblasbare Hand von Smart. Wenn das nichts ist.
Und dann war doch noch McDonalds, das wir mit Geschick austricksten. Auf dem Preisschild stand nämlich Milchshake 1€. An der Kasse wollte man aber 3. Da packter Tube, der olle Jurist das erstmal an und wir bekamen es zum genannten Preis. Der Chef war von dem fehlerhaften Preisen nicht begeistert und so kann es sein, dass heute ein noch gestern arbeitender McD-Mitarbeiter schon auf der Strasse bei den anderen Pennern im Bonner Loch sitzt.
Da kann ich glatt auch nochmal die Fleischodysee erwähnen. Es ist nämlich ne reichlich bescheuerte Idee zu glauben, bei gutem Wetter wäre man der einzige, der grillen will und Fleisch braucht. Und so ging unser Weg von Aldi über Norma nach Kaiser’s, wo wir endlich noch ein paar letzte Reste Fleisch fanden.
Nachm grillen gings dann zu Rhein in Flammen. Und auch da ist man leider nicht der einzige der auf die grandiose Idee kommt die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Schätzungsweise 1 Milliarde weiterer Menschen wollten sich in eine U-Bahn quetschen. Das gute ist, dass man sich ums Hinfallen keine Gedanken mehr machen muss. Man ist so fest eingekeilt, das gar nichts geht. Und was ist das tollste wenn man mit hunderten Leuten ohne nennenswerten Anteil an Sauerstoff in einer U-Bahn steht? Wenn ein paar ausländische Mitfreunde meinen, sie müssten noch eben im Zug KIFFEN. Überlebt haben wir es doch noch und dann das Feuerwerk genossen.
Danach liefen wir noch etwas über den Markt an der Rheinaue, genossen 2,50 € teures 0,3 l Bier, verschmähten 3 € teure Bratwurst und erst recht das neue Fahrgeschäft. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst in das pro Fahrt sage und schreibe 8 Leute, ja 8 reinpassten. Dementsprechend war die Schlange recht lang. Aber nicht das hinderte uns sondern der Eintritt von lächerlichen 10€. Aber es fanden sich genug Leute, die anscheinend zu viel Geld hatten. So gingen wir dann lieber für 1,80 rutschen
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Den Max trafen wir dann auch noch und verbrachten noch ein bißchen Zeit mit schwätzen, bevor es auf die Tortur der Rückreise ging. Denn obwohl schon 2 Stunden seit dem Feuerwerk vergangen waren, waren die Bahnen und Busse noch gerammelt voll. Ich wil gar nicht wissen wie das am Anfang war. Da hingen die Leute sicherlich noch draussen an den Wagen um mitzufahren.
Die Bahn am Sonntag hatte natürlich Verspätung. Was sonst?
Am Montag lag ich übrigens auf der Intensiv-Station. Aber nicht zu früh freuen, denn es war nicht ernstes, ich war Versuchkaninchen.
Noch ein paar Facts zum Ende:
- Das Juridicum in Bonn ist nicht gerade schön:

- Rhein in Flammen ist immer wieder geil
- Den ganzen Tag nur ein Brötchen essen ist irgendwann hörbar
- Montags morgens 4 Stunden mit 5 Zugängen still im Bett liegen kann anstrengend sein, gibt aber gut Geld
Genug Max? Ich kann noch ausschweifender werden, aber so einen Nonsens wie du kriege ich leider nicht zu Stande *g*.