Marathonvorbereitungen
Vor etwa 2 1/2 Jahren fing ich wieder mit laufen an und war kurz darauf auch schon für den Hamburg Marathon im April 2006 angemeldet. Das halbe Jahr Training reichte um mein Körpergewicht signifikant zu senken und meine Form dahingehend zu bringen, dass ich in unter 4 Stunden ins Ziel kam. Der 2. Marathon in Berlin im September selben Jahres sollte eine bessere Zeit zu Tage fördern. Doch aufgrund von Urlaub und dem heissen Wetter lief sowohl die Vorbereitung als auch der Marathon nicht berauschend und ich verbesserte Meine Zeit um magere 40 Sekunden, was bei einem Marathon eigentlich nichts ist.
Dann halt nächstes Jahr war die Devise. Doch wieder gab es einen Strich durch die Rechnung. Die Vorbereitungen für Hamburg wurden von Knieproblemen begleitet die mich großteils am Laufen hinderten. Nach der Therapie waren zwar die Knieprobleme behoben aber der Marathon stand vor der Tür und ich hatte kaum lange Läufe absolviert. Und somit blieb auch diese Zeit zwar unter 4 Stunden aber über meiner Bestzeit. Für einen 2. Marathon fehlte 2007 Zeit und Lust.
Naja, nun ist 2008 und in einem Monat ist wieder Hamburg Marathon. Und ratet Mal. Die Vorbereitung war wieder scheisse. Es fing an mit dem Bänderriss im Oktober der sich bis Januar hinzog. Es folgte eine kleine Verletzung im anderen Fuss beim Parkour-Training. Der Urlaub in Les Deux Alpes waren wieder 10 trainingsfreie Tage und auch dort gabs wieder eine Verletzung im Fuss, die die letzten langen Einheiten vorm Marathon verhindern werden. So prognostiziere ich wieder keine neue Bestzeit in Hamburg. Außerdem vermute ich, dass die beiden anstehenden Marathon in Berlin und Lübeck dieses Jahr auch unter keinem guten Stern stehen. So wie es aussieht werde ich zu der Zeit im Prüfungsstress sein und wieder kaum zum Trainieren kommen. Vielleicht verletze ich mich ja zusätzlich noch beim Parkour oder Fallschirmspringen. Irgendwas wird mir schon dazwischenfunken. Aber im Endeffekt ist mir das ziemlich egal. Eine neue Bestzeit ist nicht alles. Solange ich durchkomm bin ich glücklich und die Stimmung beim Lauf ist Belohnung genug.
Das alles hat mich gelehrt, dass Bestzeiten nicht alles sind und es auch andere Gründe gibt beim Marathon mitzulaufen. Die Stimmung ist einfach genial und jeder sollte es mal gemacht haben, um es am eigenen Leib zu erfahren. Also auch wenn ich zurückgeworfen werde und schon vorher weiss, dass es keine Bestzeit gibt, trete ich an und freue mich. Und wenn ich doch mal wieder eine schaffen sollte, ist das natürlich trotzdem schön.